Tipps für Umsteiger

Umstellung

Bei der Umstellung auf Barf reagiert jeder Hund anders. Die meisten nehmen das neuartige Futter sofort an und verschlingen es mit grosser Freude. Es gibt aber einige die gar nicht fressen wollen oder nur bestimmte Dinge, sie sind skeptisch was den Geruch und das Aussehen angeht. Darüber hinaus sind sie von den Lock-und Geschmacksstoffen im Fertigfutter abhängig geworden und die Fleischmahlzeit erscheint ihnen fad und geschmacklos.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Barf umzustellen:

  • Wenn man eine sofortige Umstellung wünscht, kann man den Hund falls nötig 1-2 Tage fasten lassen, denn die Chance, dass das Futter bei grossem Hunger sofort angenommen wird, ist relativ hoch. Diese Vorgehensweise ist für gesunde Hunde die keine Verdauungsprobleme haben, besonders gut geeignet. 
  • Für ältere Hunde oder Hunde mit krankem Magen-Darm Trakt, sowie mäkligen Hunden ist die langsame Umstellung sicher besser geeignet. Man kann ab und an etwas Rohes anbieten damit sich der empfindliche Magen auf das neue Futter einstellen kann. Nie sollte aber Rohfleisch gleichzeitig mit Fertigfutter angeboten werden. Bei mäkligen Hunden besteht die Möglichkeit, das Fleisch anfangs zu kochen und mit der Zeit immer etwas roher zu servieren, bis man es ganz roh anbietet.

Während der Umstellungsphase sollten nur wenige Zutaten verfüttert werden, da sich der gesamte Organismus erst an die neue Nahrung gewöhnen muss. Es ist ratsam während mehrerer Tage die gleiche Futtermischung anzubieten, wenn keine Verdauungsprobleme auftreten kann man dann andere Mischungen ausprobieren.

Was die Knochenfütterung betrifft, sollte man zu Beginn auf weiche Knochen zurückgreifen (Hühnerhälse, Kalbsbrustbeine, etc.). Hat sich der Hund nach ein paar Wochen daran gewöhnt, kann man auch härtere Knochen verfüttern. Man sollte aber auf den Kot des Hundes achten, befinden sich nämlich Knochenstücke darin, kann er harten Knochen nicht richtig verdauen und man sollte weiterhin weiche Knochen verfüttern. Handelt es sich um harten oder sogar sandigen Knochenkot, muss man die Knochenmenge reduzieren. Der Hund sollte Anfangs beim Verzehr von Knochen genau beobachtet werden. Sind es keine fleischigen Knochen, nie auf leeren Magen verfüttern sondern vorgängig eine kleine Fleischmahlzeit anbieten (Schlüsselreiz Fleisch)!

Bei Gemüse und Obst verhält es sich wie beim Fleisch: zuerst nur eine Sorte damit sich der Hundemagen daran gewöhnen kann. Dafür eignen sich Karotten, Äpfel und Bananen, die püriert werden, sehr gut. Meist wird der Gemüse-oder Früchtebrei problemlos akzeptiert und so kann man die Zutaten öfter wechseln.

Durch die jahrelange Fütterung mit Fertigfutter und den darin enthaltenen Zusatzstoffen kann es bei der Futterumstellung zu einer Art „Entgiftung“ kommen. Symptome hierfür können sein: Schuppenbildung, Hautjucken, trockene Haut, Augenentzündungen, Durchfall, schleimiger Kot, Blähungen und Erbrechen.

Einige Hunde reagieren sehr stark, andere zeigen nur wenige oder gar keine Symptome. Hat man die Befürchtung es könnte sich um eine Allergie handeln, sollte man sich über einen Zeitraum jedes Futtermittel notieren und die damit verbundenen  Reaktionen, die das Tier zeigt. Damit ist es möglich herauszufinden, ob es sich um eine Entgiftungserscheinung oder eine Allergie handelt. Sollte es sich um eine Allergie handeln, kann man eine Ausschlussdiät durchführen mit der man feststellen kann, auf welche Stoffe der Hund reagiert. Nötigenfalls ist der Besuch bei  einem Naturheilpraktiker oder einem Tierarzt, der mit der Rohfütterung vertraut ist, angebracht. Man sollte aber auf jeden Fall dem Hund die benötigte Zeit für die Umstellung geben, und nötigenfalls mit Zusätzen wie z.B. Chlorella-Algen zur Stärkung des Immunsystems, oder Papaya, welche als verdauungsfördernd gilt, unterstützen.

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