Blog - Top 8 Fehler beim Barfen und wie Sie diese vermeiden können
Top 8 Fehler beim Barfen und wie Sie diese vermeiden können
Immer mehr Hunde- und Katzenhalter entdecken die Vorteile der Rohfütterung. BARF – die biologisch artgerechte Rohfütterung, gilt als natürliche, gesunde Alternative zu Fertigfutter. Doch auch beim Barfen können Fehler passieren, die langfristig die Gesundheit Ihres Tieres beeinträchtigen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche häufigen Barf-Probleme es gibt, welche Auswirkungen sie haben können und wie Sie diese Barf-Fehler vermeiden, mit praxisnahen Tipps und Unterstützung von BARFLAND, Ihrem Schweizer BARF-Shop.
1. Ungleichgewicht in der Nährstoffverteilung
Viele Halterinnen und Halter mischen die Mahlzeiten „nach Gefühl“. Das führt schnell zu unausgewogenen Rationen. Zu viel Muskelfleisch oder zu wenig Innereien können Mangelerscheinungen oder Überschüsse verursachen.
Eine gesunde BARF-Ration besteht idealerweise aus:
- 70–80 % tierischen Bestandteilen, davon
- 50 % Muskelfleisch
- 15 % Pansen oder Blättermagen
- 15 % rohe, fleischige Knochen
- 10 % Innereien (davon 5 % Leber)
- 20–30 % pflanzlichen Komponenten wie Gemüse, Obst oder Kräutern
Tipp:
Nutzen Sie den BARF-Rechner von Barfland, um die optimale Zusammensetzung präzise zu bestimmen. Damit vermeiden Sie Fehler in der Rationsgestaltung und sorgen für eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
2. Fehlende oder falsche Supplemente
Ein häufiger Fehler ist der Verzicht auf wichtige Zusätze. Besonders Kalzium, Jod, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren fehlen oft, wenn keine geeigneten Ergänzungen verwendet werden.
- Kalzium: Etwa 15 % der BARF-Ration sollten aus rohen, fleischigen Knochen bestehen. Für Hunde, die keine Knochen vertragen, sind Eierschalenpulver, Knochenmehl oder Algenkalk geeignete Alternativen.
- Jod: Seealgenmehl liefert natürliche Jodquellen – achten Sie auf die empfohlene Dosierung, da eine Überversorgung die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen kann.
- Omega-3-Fettsäuren: Ergänzen Sie die Mahlzeiten mit hochwertigen Ölen wie Lachsöl, Dorschlebertran, Hanföl oder Leinöl. Meiden Sie Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Distelöl, da diese zu viele Omega-6-Fettsäuren enthalten.
Barfland-Tipp:
Aus diesem Grund bietet BARFLAND eine sorgfältig abgestimmte Produktpalette an, die bereits ausreichend mit diesen essentiellen Nährstoffen versetzt ist. So wird der Komfort für Barfer erhöht und das Risiko von Mangelerscheinungen minimiert, indem die angebotenen Produkte eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung gewährleisten.
3. Unsachgemässe Lagerung und Zubereitung
Rohes Fleisch ist empfindlich und erfordert einen sorgfältigen Umgang. Fehler bei Lagerung oder Zubereitung können nicht nur die Nährstoffe zerstören, sondern auch gesundheitliche Risiken bergen.
Achten Sie auf folgende Punkte:
- Fleisch immer im Kühlschrank auftauen – niemals luftdicht verschlossen, da sich sonst Bakterien wie Clostridium botulinum vermehren können.
- Gemüse pürieren oder fein raspeln, damit Ihr Tier pflanzliche Nährstoffe besser verwerten kann.
- Knochen nur roh verfüttern, gekochte Knochen können splittern und Verletzungen verursachen.
- Näpfe und Arbeitsflächen gründlich reinigen und Futterreste nach 24 Stunden entsorgen.
Barfland-Tipp:
Die tiefgekühlten Barf-Menüs von Barfland sind optimal portioniert, hygienisch verpackt und garantieren maximale Frische und Sicherheit.
4. Zu schneller Umstieg
Ein abrupter Wechsel von Fertigfutter zu BARF kann den Verdauungstrakt überfordern. Typische Symptome sind Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit.
So geht’s richtig:
- Beginnen Sie mit leicht verdaulichen Fleischsorten wie Pute oder Pferd.
- Steigern Sie den Barf-Anteil über 7–10 Tage schrittweise.
- Verzichten Sie in der Startphase auf Innereien und Knochen, um die Verdauung nicht zu belasten.
Hinweis für sensible Hunde:
Empfindliche Tiere profitieren von einem besonders sanften Einstieg und einer reduzierten Zutatenliste. Ergänzen Sie die Ration mit Flohsamenschalen, Heilerde oder fermentiertem Gemüse, um die Darmflora zu stabilisieren.
5. Fehlende Individualisierung
Nicht jedes Tier hat denselben Bedarf. Faktoren wie Alter, Aktivität, Gewicht und Gesundheitszustand beeinflussen die Rationsgestaltung erheblich. Eine pauschale Fütterung kann zu Unter- oder Überversorgung führen.
So geht’s richtig:
Nutzen Sie den BARF-Rechner von Barfland, um die Futtermenge exakt auf Ihr Tier abzustimmen. Achten Sie ausserdem auf:
- Fettgehalt: Fleisch sollte 15–25 % Fett enthalten, zu mageres Fleisch kann zu Energiemangel führen.
- Abwechslung: Wechseln Sie zwischen verschiedenen Fleischsorten und Gemüsen, um die Nährstoffversorgung zu optimieren.
Im Barfland-Shop finden Sie eine grosse Auswahl an BARF-Komponenten, mit denen Sie die Ernährung flexibel und ausgewogen gestalten können.
6. Fehlende Ballaststoffe und Faserstoffe
Obst und Gemüse sind nicht nur Vitaminlieferanten, sondern liefern auch wertvolle Faserstoffe für die Darmgesundheit. Fehlen sie, kann das Verdauungsprobleme oder ein Ungleichgewicht der Darmflora verursachen.
Tipp:
Setzen Sie auf ballaststoffreiche Komponenten wie Karotten, Kürbis, Zucchini oder etwas Apfel. Falls Ihr Tier rohes Gemüse nicht mag, kann es leicht gedämpft oder püriert angeboten werden.
7. Giftige Lebensmittel vermeiden
Einige Lebensmittel sind für Hunde und Katzen giftig und haben in der BARF-Ernährung nichts verloren.
Dazu zählen:
- Zwiebeln, Knoblauch
- Trauben und Rosinen
- Schokolade, Kakao
- Avocado
- Macadamianüsse
Hinweis:
Diese Zutaten sollten konsequent gemieden werden – selbst kleine Mengen können Vergiftungen auslösen.
8. Fachwissen für Fortgeschrittene: Fisch und Thiaminase
Fisch ist eine wertvolle Proteinquelle, kann aber in grossen Mengen problematisch sein. Einige Arten wie Hering, Hecht, Karpfen oder Kabeljau enthalten das Enzym Thiaminase, das Vitamin B1 zerstört.
So geht’s richtig:
Füttern Sie Fisch nur gelegentlich oder erhitzen Sie ihn leicht, um Thiaminase zu deaktivieren.
Fazit
Barfen ist eine hervorragende Möglichkeit, Hunde und Katzen natürlich und gesund zu ernähren, vorausgesetzt, die Rationen sind korrekt zusammengestellt. Wer die typischen BARF-Fehler vermeidet, auf Abwechslung, Fettgehalt und richtige Supplementierung achtet, wird mit einem vitalen, zufriedenen Tier belohnt.
Entdecken Sie jetzt das umfangreiche BARF-Sortiment auf barfland.ch – von Komplettmenüs über Ergänzungsprodukte bis hin zu praktischen Tools wie dem BARF-Rechner.
FAQ
- Was sind die häufigsten Fehler beim Barfen?
Unausgewogene Rationen, fehlende Supplemente, falsche Lagerung und eine zu schnelle Umstellung zählen zu den häufigsten Fehlern. - Wie kann ich Barf-Fehler vermeiden?
Nutzen Sie den BARF-Rechner, achten Sie auf abwechslungsreiche Zutaten und greifen Sie zu hochwertigen Barfland-Produkten. - Wie viel Fett sollte im Barf-Futter enthalten sein?
Ein Fettanteil von 15–25 % im Fleisch ist ideal, um Energiebedarf und Nährstoffbalance zu decken. - Welche Knochen sind geeignet?
Nur rohe, fleischige Knochen füttern, niemals gekochte, da sie splittern können. - Wie lagere ich Barf richtig?
Tiefgekühlt aufbewahren, im Kühlschrank auftauen (nicht luftdicht verschlossen) und innerhalb von 24 Stunden verfüttern. - Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde oder Katzen?
Zwiebeln, Schokolade, Trauben, Avocado und Macadamianüsse sind tabu. - Was mache ich, wenn mein Tier Barf nicht sofort akzeptiert?
Langsame Umstellung, leichte Fleischsorten wählen und gegebenenfalls probiotische Zusätze einsetzen.